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Fall 2

Eine Firma kauft Produkte in einem Land außerhalb Europas und muss diese in Fremdwährung bezahlen. Sofern keine Sicherungsmaßnahmen getroffen werden, besteht in vollem Umfang Währungsrisiko. Gegenwärtig schwankt der Euro stark gegenüber vielen anderen Währungen. Wenn der Euro steigt werden die importierten Güter billiger. Aber was ist, wenn der Euro wieder schwächer wird? Dann werden die importierten Güter auf einmal viel teurer. Kann die Firma diese Zusatzkosten durch Preiserhöhungen der eigenen Produkte ausgleichen?

Wie in Russland 2014 und in der Schweiz 2015 erlebt, können Märkte abgleiten. Politische Probleme und fallende Ölpreise haben die russische Wirtschaft in eine Misere gebracht. Die Landeswährung ist enorm gefallen. Wenn Russland für die Firma ein wichtiger Markt war, so ist er wegen der Rubel-Krise nun regelrecht verschwunden. Langfristige Positionen in Russland hätten ohne eine Währungs(sicherungs)strategie sehr gefährlich sein können.